21. Juni - 12. Juli 2007 Cusco-Machu Picchu-Puerto Maldonado

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"Happy Birthday" toent es morgens um 7.30h schon vor dem Camper. Friedel und Peter halten mir ein Staendchen und verwoehnen mich zur Feier des Tags mit Gaensebluemchen und Lollipops.
Spater kutschieren wir durch Cusco. Man muss sich seinen Weg richtig suchen, da die Plaza mit der Campesino-Veranstaltung und die Ausweichstrassen mit Demonstationen fuer Arbeit verstopft oder/und gesperrt sind. Bei der Plaza Regocijo koennen wir parken und durchstreifen etwas die Altstadt. Ich bin schlapp, spuere wohl mein "Alter" und fuer einmal nur leidlich motiviert, so dass wir uns relativ rasch nach einem Capuccino im Café DOSX3 zurueck "auf den Berg" ins Quinta Lala verziehen.
Nach Rumschwatzen und gemuetlich fruehstuecken steht heute Freitag der Besuch der Inka-Festung Saqsaywaman an. Wir campen ja schliesslich nur wenige Hundert Meter davon entfernt. Der Grundriss des Bollwerks hat die Form eines Falken, daher sein entsprechender Name "waman" in derQuechua-Sprache. 20'000-40'000 Menschen sollen rund 70 Jahre lang an ihm gearbeitet haben. Die unterste, ca. 600m lange Zyklopenmauer aus tonnenschweren, passgenauen Quadern ist am beeindruckendsten. Bis heute weiss man nicht, wie die schweren Elemente transportiert wurden, von denen das groesste mit Massen von 6,2x5x4m etwa 42 Tonnen wiegt. Nach einer Legende soll in Saqsaywaman der sagenhafte Schatz der Inkas versteckt sein, nach dem ueber 300 Jahre lang vergeblich gesucht wurde. Gefunden hat man im Jahre 1999 nur 16 vollstaendig erhaltene Inkagraeber mit allerdings wertvollen Grabbeigaben. Durch unterirdische Gaenge konnte sich der Inca mit seinen Angehoerigen bei Gefahr in die turmartige Muyoqmarka (Torreón) zurueckziehen. Dieser wurde erst mal als Sonnenuhr definiert. Dann kam man zum Schluss, dass es sich um einen Wasserturm zur allgemeinen Bewaesserung handle, in dessen offenem Wasser das Spiegeln von Mond und Sternen wie eine Art astrologischer Kalender wirkte.

Ausser Touristen sind an diesem Tage auf dem Gelaende auch zahlreiche Gruppen von Polizei- und Militaer-Rekruten versammelt, die mit Schulklassen zusammen die Taenze fuer die Feier am kommenden Sonntag ueben, und am Fuss der nahen Christo-Statue ist man eifrig mit den Vorbereitungen fuer das Feuerwerk zur offiziellen Eroeffnung der Feierlichkeiten zu Inti Raymi beschaeftigt. Deshalb stiefeln wir abends um 17.00h ins Centro runter. Es ist laengst dunkel, aber bis 19.ooh passiert gar nichts. Man ist sich auf der Strasse nicht einig, ob das grosse Ereignis nun um 20.00 oder 20.30h stattfinden werde. Der Mehrheit unserer Gesellschaft, bestehend aus PeGe, Friedel, Doris und René, knurren trotz Pisco Sour-Apéro die Maegen. Die demokratische Abstimmung resultiert im Fakt, dass unser Stammlokal in der Av. Naruri dem Feuerwerkvorzuziehen sei. Als wir von feinen Grilladen aus Rind, Lamm und Alpaka zur Plaza zurueckkehren, stroemt uns viel Volk auf dem Heimweg entgegen. Trotzdem ist die Plaza noch gesteckt voll mit Leuten, die der Band zuhoeren, mitsingen oder ganz einfach sich in der friedlichen Menge sich wohlfuehlen. Wir lassen die Atmosphaere etwas auf uns einwirken, aber bei Peter machen sich die Biere bemerkbar und es wird hoechste Zeit, uns der nicht leichten Aufgabe zu widmen, ein Taxi zu finden. Das Glueck ist uns hold - wir haben gar keine Zeit, einen Preis abzusprechen. Wie auf Kommando stuerzen wir uns zu sechst auf Sitze und in den Kofferraum eines der raren verfuegbaren Fahrzeuge. Der ueberraschte Chauffeurs will dann wider Erwarten keine Unsumme fuer den Gringo-Transport sondern gar nur faire 10.- Soles.

Cusco hat ueber 320'000 Einwohner und pflegt den Tourismus sehr. Die Feier zur Sonnenwende am 24. Juni jeden Jahres, Inti Raymi, zieht Tausende von auslaendischen Besuchern und Zehntausende von Einheimischen an. Das Spektakel, bei dem noch einmal die Welt der alten Inkas aufersteht, beginnt am Sonntag um 10.ooh mit der Sonnenzeremonie an der Qoricancha, von wo aus ein Festzug zur Plaza de Armas sich formiert. Peter hat im Café Capuccino vorsorglich einen Balkon gebucht, wovon auch wir profitieren koennen. Wie von der Wirtin geboten, sind wir bereits um 7.3oh zur Stelle.
Wir sind nicht unerwarteterweise die ersten und stehen vor noch geschlossenen Tueren. Waehrend wir gemuetlich fruehstuecken, folgt vor uns auf dem Platz die langwierige Szene mit dem Aufzug der Flagge von Peru und der bunten Regenbogen-Fahne von Cusco.
Leider stehen die Honorationen, unter ihnen die Alcadessa von Cusco, vis-à-vis von uns auf den gegenueberliegenden Treppenstufen vor der Catedral, weshalb der Hauptteil der kostuemierten Soldaten, Priester und Sonnenjungfrauen an ihnen und fuer uns leider im Gegenlicht vorbeizieht. Immerhin sind die Organisatoren so anstaendig, die Throne mit dem Inka-Oberhaupt und seiner Gemahlin in die Mitte der Plaza Mayor tragen zu lassen, damit wir doch noch eine Chance auf ein anstaendiges Foto haben. Am spaeten Morgen dann loest sich der Trubel auf.

Die Fortsetzung folgt am Nachmittag auf dem Gelaende der Saqsaywaman Ruinen, wo Tribuenen fuer Zuschauer, die willig sind, 80.- USD pro Kopf springen zu lassen, aufgestellt wurden. Nur gerade Bussen mit Offiziellen und Besuchern mit Tribuenenplaetzen wird die Durchfahrt dahin erlaubt. Die Gassen rauf zum neuen Schauplatz sind daher schwarz von Leuten, und wir ziehen mit ihnen den Berg hoch, nicht ohne erst im Quinta Lala einen staerkenden Zwischenhalt einzulegen. Der Einfachheit halber steigen wir danach vom Camping aus durch den Stacheldrahthag direkt aufs Festgelaende. Sofort kommen die unformierten Securidad-Leute angerannt - zu unserer Ueberraschung aber nicht etwa, um uns wegzuweisen, sondern um behilflich zu sein und fuer uns die Draehte auseinander zuhalten.
In den folgenden zwei (die Maenner) bis drei Stunden (Friedel und ich), in denen auf der weit entfernten Buehne ein Schauspiel, dem nur die Wenigsten Aufmerksamkeit schenken, aufgefuehrt wird, hocken wir ungeniert zwischen dem einheimischen Fussvolk. An diesem Festtag sitzt ihnen der Geldbeutel locker. Die Besucher lassen sich von eifrigen Verkaeufern unter die Leute gebrachte, meist selbst zu Hause vorgefertigte Speisen, Suesses und kalte Getraenke schmecken. Die Mehrheit der Einheimischen ist zu unserer Enttaeuschung modern angezogen. Nur vereinzelt tragen aeltere Frauen die vielen Schichten von weiten kurzen Jupes und verschiedensten Oberbekleidungen, ergaenzt mit lotternden Struempfen oder Leggings und den typischen Hueten.

Montag, 25. Juni: Tagwache um 5.ooh, da wir zusammen mit Friedel und Peter fuer kurz vor 6.ooh ein Taxi zur Estación Ferrocarril San Pedro bestellt haben - vorsichtig so frueh, sollte zum vereinbarten Zeitpunkt kein Transport erscheinen. Puenktlich abgeholt haben wir dafuer in der Zugstation Zeit, im ueberaus gepflegten Restaurant einen Kaffee zu trinken und uns einen richtigen Croissant einzuverleiben. Auf unseren reservierten Sitzplaetzen werden wir dann in einfachen Wagons ab 7.ooh durch die die Aussenquartiere Cusco's geschaukelt. Die Hoehe wird ueberwunden, in dem der blaue Zug sich im Zickzack, mal vor- mal rueckwaerts den Berg hinaufschraubt.
Nach 2 ½ Stunden haelt der Zug in Ollantaytambo. Wir haben inzwischen einen recht guten Kaffee vom Steward serviert erhalten, zu dem wir eines der mitgebrachten Sandwiches verzehren, waehrend Peter sich schon lange vorher seiner "Brotzeit", wegen der er Ausfluege so liebt, sich ausgibig gewidmet hat. Ohne weiteren Halt, da niemand unterwegs zu den Inkatrails aussteigen will, absolvieren wir den zweiten Teil der Fahrt entlang des Rios Urubamba und rollen schliesslich fahrplanmaessig um 11.ooh in Aguas Caliente ein. Dieser Ort ist enttaeuschend unattraktiv - eine reine Versorgungs- resp. Zwischenstation auf dem Wege zu den beruehmten Ruinen. Ein jedes Haus ist entweder ein Souvenirladen oder ein Hostal.
Wir besorgen uns erst die Bustickets in der ersten Serie fuer den morgigen Tag. Zweiter Schritt, die Zufahrt fuer USD 12.- hin und zurueck mit einem der 24 Shuttle-Bus gesichert, ist der Erwerb von Eintrittsbilleten zu Soles 120.- pro Person. Danach beschaffen wir uns eine Unterkunft in der Hauptgasse Pachacutec. Das uns empfohlene La Cabaña ist ausgebucht, aber im Ima Sumac kommen wir beide in je einem Doppelzimmer zu 50.- Soles, Fruehstueck eingeschlossen, unter. Nun koennen wir in Ruhe ausspannen und in einem kleinen Restaurant das Angebot des Tages - Pizza klein, aber so reich belegt, dass wir sie kaum zu essen vermoegen, samt Gaseosa zu Sol. 10.- geniessen.
Am Nachmittag trotten wir 1 Std. lang dem Bahngeleise entlang bis zum Paradero Mandor. Gegen eine bescheidene Gebuehr oeffnet uns eine Aufsicht das Tor zu einer Art verwilderten botanischen Gartens, durch den ein Weg uns in 15 Min. zum Wasserfall zu bringen verspricht. Immer noch eine Kehre weiter durchs Tal spazieren wir und wollen x-mal schon umkehren, bis wir schliesslich endlich das Wasserrauschen hoeren und mit dem Anblick fallenden Wassers belohnt werden. Den Rueckweg bewaeltigen wir gerade noch bis zum Einbruch der Dunkelheit um 18.ooh. Noch auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant fuers Nachtessen, nicht weil sie alle voll, sondern vielmehr ungemuetlich menschenleer sind, setzt ein Wolkenbruch ein, der uns am richtigen Zeitpunkt unseres Besuchs hier zweifeln laesst.

Fruehstueck um 5.ooh - kein so reichhaltiges, als dass es uns vom lange vom puenktlichen Abmarsch abgehalten haette. Um 5.30h reihen wir uns in die wartende Kolonne in der Av. Imperio de los Incos ein, als Friedel bemerkt, dass Sie den Fotoapparat im Hotel vergessen hat. Kavalier Fredy spurtet die nassen, schluepfrigen Stufen zurueck und trifft fast gleichzeitig mit uns Anstehenden an der Spitze der Warteschlange am Bus ein. Ueber die Puente Ruinas werden wir noch im Dunkeln auf einer aus dem Felsen gesprengten Strasse rauf zur wohl beruehmtesten Staette Peru's geschaukelt.

Als wir am Eingang zur schoensten und raetselhaftesten Inkastadt auf 2'500 m stehen, ist der Tag angebrochen, aber das ganze Gelaende noch nebelverhangen. Ueber die an einem strategischen Punkt in der Mitte des 14. Jht. errichtete Stadt, zu der alle Inkawege sternfoermig fuehrten, ist nichts Gesichertes bekannt. Sie muss ein heiliger Ort und von sehr grosser Bedeutung gewesen sein zu einer Zeit, als die Mitglieder des Inca-Koenigshauses nach der Zerstoerung des Reiches durch die Spanier sich mit grossen Schaetzen aus Cusco in die entfernteren Berggegenden absetzten. Der indigenen Bevoelkerung war Machu Picchu immer bekannt und auch bis ins 17 Jht. bewohnt. Hiram Bingham, amerikanischer Leiter einer 1911 von der Yale Universitaet und National Geographic finanzierten Expedition, gilt deshalb nur als "wissenschaftlicher" Wieder-Entdecker, wird aber gleichzeitig beschuldigt, deren Goldschaetze, auf deren Rueckgabe Peru heute noch wartet, gepluendert zu haben.
Wir verweilen am Puesto de Vigilancia und warten auf den Sonnenaufgang. Dabei erleben wir ein gerade zu mystisches Machu Picchu, das sich langsam aus weissen Nebelschleiern schaelt und schliesslich auch den Blick auf den markanten, dahinter liegenden Waynapicchu freigibt - ein unvergesslicher Anblick. Gemaehlich schlendern wir durch die antiken Bauten, schauen schaudernd die schroffen Haenge bis ins Tal auf den Rio Urubamba und ueber die steilen Terrassen, dank deren haengender Gaerten sich die Inkastadt selbst versorgen konnte, hinunter. 216 Gebaeude, Palaeste und Tempel verteilen sich auf einem Gelaende von 800-1'000m in NordSued-Richtung und etwa 500 m Breite. Der grosse dreistufige Platz in der Mitte, Intipampa, wo alljaehrlich das grosse Fest Inti Raymi zur Sonnenwende am 24. Juni stattfand, ist der einzige ebenerdige Teil. Er trennt die Oberstadt Hanana mit dem Palastviertel, dem halbrunden Sonnen-Torreón und dem Tempelviertel mit dem Intiwatana-Felsen (uebersetzt aus der Quechua-Sprache als Ort, an dem die Sonne angebunden wird), welcher astrologischen Zwecken und als Sonnenuhr diente, von der Unterstadt Hurin mit Wohn-, Handwerker-, Lager- sowie Gefaengnis-Viertel.
Taeglich wird einem Kontingent von 400 Personen der steile, 1-stuendige Aufstieg ueber die felsigen schmalen Stufen rauf zum Waynapicchu erlaubt. Peter und Fredy nehmen diese Muehe auf sich und werden von einem herrlichen Blick ueber die gesamte zu ihren Fuessen liegende Inka-Stadt belohnt. Friedel und ich erforschen waehrend dessen die Gemaeuer mit ihren mit ueber Hundert Treppen verbundenen einzelnen Anlagen genauer.

Jeden Tag stolpern bis zu 2'500 Touristen durch Machu Picchu. Die Unesco warnt, dass die Besuchermenge auf taeglich 500 beschraenkt werden muesse, um Schaeden vorzubeugen - umsomehr, als japanische Wissenschafter 2001 nach schweren Regenfaellen und Bauarbeiten rund ums Gelaende warnten, dass die steilen Haenge auf der westlichen Seite sich um 1cm pro Monat talwaerts bewegten.
Das vieldiskutierte Projekt, eine Seilbahn hinauf zu den Ruinen zu bauen, wurde inzwischen schubladisiert. Geruechte bestehen und die Einheimischen befuerchten, die Chilenen, die bereits Zug- und Busfahrten von Cusco via Aguas Caliente gekonnt betreiben, bemuehten sich auch um eine generelle Konzession fuer das Management der ganzen Sehenswuerdigkeit - ihrer einzigen Einnahmequelle. Zur Zeit versucht Peru uebrigens, Machu Picchu via Stimmensuche im Internet in die Liste der "neuen 7 Weltwunder" aufnehmen zu lassen.
Um 15.ooh entschliessen wir uns, talwaerts zu fahren, damit uns nach der kurzen und an und fuer sich unerlaubten "Brotzeit" (Mitnahme von Lebensmitteln und Getraenken, speziell Wegwerf-Verpackung, aufs Gelaende sind verboten, wird aber nicht kontrolliert - regelt sich jedoch von selbst, da ausser am Eingang auf dem gesamten Gelaende sich nicht ein einziges WC befindet) noch genuegend Zeit fuer eine Einkehr zu Kaffee und Kuchen bleibt. Da in einer der Gassenrestaurants entdecken uns Doris und René, die einen Tag spaeter erst heute in Aguas Caliente eingetroffen sind und gesellen sich zum Zeitvertreib zu uns. Durch den Mercado voller Souvenirstaende, der die Bahnstation einrahmt, marschieren wir muede zur Eisenbahn, die puenktlich um 17.ooh abfaehrt. Wir sitzen auf der entgegengesetzten Fensterseite als bei der Hinfahrt, aber leider versinkt der immer breiter werdende Fluss und das Tal relativ rasch im Dunkel der Nacht. Einige der Passagiere verlassen den Zug um 20.ooh bei einem Halt in der Oberstadt von Cusco, um mit Bussen ins Zentrum zu fahren. Wir harren bis zum Ende aus, lassen uns waehrend der letzten Reisestunde erneut vor und zurueck-"waegelen", bis wir nach 4 Stunden Fahrt in der Station San Pedro eintreffen.
Cusco scheint nach den touristen-traechtigen Tagen um Inti Raymi herum wie ausgestorben. Wir machen noch einige Streifzuege durch die Gassen, vorbei am Paradestein mit seinen 12 Ecken in der Calle Hatunrumiyoc, und zu den verschiedenen Kirchen. Beeindruckend ist die Catedral an der Plaza de Armas, deren fast 100 Jahre dauernder Bau 1559 begonnen wurde, vor allem wegen dem aeltesten erhaltenen Gemaelde, das Cusco waehrend des Erdbebens 1650 darstellt, ihrem einzigartigen silbernen Altar und dem aus dem 17. Jht. stammenden geschnitzten Chor aus dunklem Holz.

Ein Muss ist der Besuch des ehemaligen Tempelviertels Qoricancha, wo in der Kirche und im Convento Santo Domingo gut erhaltene Teile von Mauern und Inka-Tempel mit ihrer erstaunlichen praezisen Architektur zu bestaunen sind. Bei Mittagshalt in der Pasteleria in der San Blas No. 579, schwelgen wir in den koestlichen salzigen und suessen Pies und schlendern nach dem Besuch des Mercado Central de Pedro schlendern wir noch durch die oestlichen Stadtteile.

Dazwischen geniessen wir die letzten paar Tage im Quinta Lala. Wir sind eine bunt zusammengewuerftelte Gesellschaft verschiedenen Alters, Nationalitaeten und Fahrzeuge vereint durch das gemeinsame Hobby Reisen. Neben den vielen Moeglichkeiten zu Unterhaltungen benuetze ich die willkommene Gelegenheit, dank "wireless" mit dem LapTop direkt Internet-Anschluss zu haben und die vielen Mails zu beantworten sowie die Homepage à jour zu bringen.
Zusaetzlich erleben wir mitten auf dem Campplatz die Geburt eines jungen Alpaka hautnah mit. Die Zeit verfliegt nur so.

Am Freitag, 30. Juni, reissen wir zu einer kleinen Rundtour los. Wir verlassen Cusco auf der gewundenen Strasse, die mehrmals das vor einigen Tagen befahrene Zugtrassee kreuzt, Richtung Poroy. Bei Anta schlagen wir die Naturstrasse rauf zur Laguna Huaypo ein und fahren durch eine schoene Landschaft mit Feldern, auf denen gearbeitet wird - sei es um das Getreide zu ernten oder bereits am Umpfluegen des Ackers. Maras besteht hauptsaechlich aus zwei schmalen Gassen mit Kopfsteinpflaster, die - wie wir bald, da in der falschen Richtung unterwegs, merken - im Einbahnsystem zu befahren sind.

Der Ortspolizist weist uns den Weg zu den Salzterrassen von Pichingote, die wir gegen 13.ooh erreichen. Bereits auf der Anfahrt sehen wir die hellbraunen bis strahlend weissen Becken, welche die Haenge terrassieren. Von Mai bis Oktober wird aus stark salzhaltigem Wasser Salz gewonnen. Es dauert ungefaehr einen Monat, bis sich in den eher kleinen Becken Salzkristalle in der Menge von je ca. 250 kg gebildet haben. In muehseliger Arbeit loesen Frauen die Salzkrusten, waehrend die Maenner den Ertrag in Saecke schaufeln und sie auf den schmalen Wegen zwischen den Becken hindurch den Huegel hinaufbuckeln.
Nach dem Mittagshalt kehren wir die kurze Distanz nach Maras zurueck, um nach Moray, einem einstigen Landwirtschaftszentrum der Inkazeit zu gelangen. Leider liegt die terrassierte kreisfoermige Acker-Anlage bereits zum groessten Teil im Schatten, beeindruckt uns aber in ihrer Groesse und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand fuer deren seinerzeitige Erstellung sehr. Die auf umliegenden Ebenen gelegenen Felder verlieren ebenfalls relativ rasch ihre Farbintensitaet und sinken in Schatten.

Bereits laenger im Schatten im Talkessels liegt Urubamba. Wir versaeumen noch etwas Zeit, weil wir uns erfolglos nach der erwaehnten Haengebruecke umsehen und rollen dann im letzten Tageslicht nach Calca. Bei der Puma-Staute, die wir im Dunkeln erst gar nicht wahrnehmen und deshalb erst zu weit fahren, muessen wir abbiegen. Nach wenigen Strassenzuegen verwandelt sich die Teerstrasse in Piste und wir versichern uns bei den letzten Anwohnern, die sich auf ihrem Heimweg befinden, ob wir uns auch auf dem richtigen Weg befinden. Und wirklich, nach guten 8km auf der aufwaerts strebenden Staubstrasse erblicken wir die spaerlich beleuchteten Badehaeuser von Machacanda, in deren gut 35oC warmen Thermalwasser Tag und Nacht Badebetrieb herrschen soll. Sehr attraktiv sieht das - wie im Reisefuehrer zugestanden wird - meist von Einheimischen besuchte Bad nicht aus. Auch das Licht unserer Taschenlampe verschoenert die Anlage nicht. Ein Badehaus befindet sich in Renovation, im zweiten finden wir drei Pools vor, davon deren zwei mit nur maessig warmen, braun trueben Wasser, in denen sich einige Kinder tummeln. Da koennen wir gut und gerne auf ein Bad verzichten und installieren uns mit dem Camper vis-à-vis der Anlage auf einem kleinsten, ebenen Fleck fuer die Nacht.

Im Morgengrauen aufgestanden, rollen wir fruehmorgens durch das Tal des Rio Urubamba, bekannt als El Valle Sagrado. Noch ist es morgens um 7.ooh kein Problem, im kleinen 2000-Seelen-Ort Pisaq einen Parkplatz zu finden. Auf der Plaza Constitución vor der Kirche werden erst die Marktstaende aufgebaut. Dies hinter sich gebracht, widmen sich Verkaeufer/Innen der koerperlichen Staerkung, haben die meisten doch zusaetzlich auch noch einen weiten Weg hinter sich. Kein anderen Auslaender lassen sich vorerst blicken und wir bleiben mehr oder weniger unbeachtet. In einer nur kleinen Sektion werden Fruechte, Gemuese, Fleisch, Getreide und natuerlich x Sorten von Kartoffeln sowie Yuka gehandelt. Hauptumsatz bringen aber Souvenirs wie gewobene oder gestrickte Artikel, Schmuck aller Variationen und Silberwaren, Tonwaren, Taschen sowie Bekleidung. Um 9.ooh hat die Invasion der Tourenbusse begonnen, die Touristen von Cusco her extra zu diesem bekannten Sonntags-Markt fahren. Um 10.3oh sind die Strassen verstopft mit parkierten Bussen und die Gassen voller Kauflustiger, obwohl ich beim besten Willen keine weichen und fein gearbeitete Textilien haette finden koennen. Einige rustikale Figuren sitzen zwischen den Staenden und lassen sich, wie auch die Alcaldes (Dorfaeltesten) vor der Kirche in ihren bunten Trachten, fuer ein Foto bezahlen.
Eigentlich hatten wir uns keine weiteren Ruinen mehr antun wollen. Da wir aber sowieso im Besitz des Boleto Turistico sind, fahren wir zum 300m ueber der Stadt auf einem Felsvorsprung liegenden Ruinenkomplex. Ein riesiger Friedhof mit Tausenden von zugemauerten Graeberhoehlen im Abhang ist aus Distanz sichtbar. Die Terrassen lassen sich gut ueberblicken, aber die einzelnen Stadtteile resp. das Sonnenheiligtum Intiwatana hoch ueber dem Rio Vilcanota wollen erwandert resp. erstiegen sein. Ohne Trinkwasser unterwegs, da wir nicht vorgehabt hatten, solange da rumzukraxeln, freuen wir uns schliesslich auf die Mittagspause im Camper und vor allem auf kuehles Getraenk. Noch bevor sich der Trubel in Pisaq unten aufloest, nehmen wir die 35 km bis zurueck nochmals nach Cusco unter die Raeder.
Ab Montag, herrscht Aufbruchstimmung im Quinta Lala. Friedel und Peter sind noch vor dem Wochenende weitergereist. Ein weiterer Trupp und mit ihm Doris und René fahren zum Wochenbeginn weiter. Die Belgier, Laurent und Véronique sind ebenfalls an ihren komplizierteren Reisevorbereitungen.
Dienstag, der 3. Juli ist vermutlich auf lange Zeit der letzte Morgen, an dem ich wegen der allgemeinen Trockenheit mit am Gaumen klebender Zunge sowie ausgetrockneten Nasen-Schleimhaeuten aufwache und mir bei der Morgentoilette aus dem Spiegel nicht so mager, aber so runzelig wie ein Schrumpfkopf, meine eigenen Grossmutter entgegenzusehen scheint. Grosses Abschiedsnehmen. Bis die Gruppenaufnahmen mit all den einzelnen Kameras gemacht und letzte Ratschlaege erteilt worden sind, ist es bereits 10.ooh, und wir haben noch nicht mal "Kohle" besorgt bei Scotia Bank in der Maruri oder im MegaMarket die Frischwaren aufgestockt. Der Einkauf wird allerdings etwas teurer, weil Fredy auf dem Weg dahin noch einem der kleinen Taxis das hintere rechte Blinkerglas eindrueckt, was wir mit 30.- Soles wieder gutmachen muessen. Nun moechten wir nur noch auftanken (kein Problem) und den Gastank fuellen (schon schwieriger). Weil wir nicht die richtige Ausfahrtsstrasse, Diagonal Angamos, Richtung Poroy erwischen und Nachfragen bei andern Tankstellen und deren Auskuenfte keine Hilfe, da viel zu vage sind, fahren wir unnoetigerweise erst viel zu weit raus, bis wir dann endlich bei der gesuchten Repsol stehen. Kein Wunder, ist es schon 15.ooh, als wir endgueltig Cusco verlassen.

Die Strasse nach Puerto Maldonado befindet sich gemaess Auskuenften anderer Traveller praktisch auf der ganzen Strecke in Bearbeitung sprich Sanierung. Bereits kurz nach Urcos stossen wir auf der Naturstrasse in nordoestlicher Richtung auf eine wartende Kolonne. Nach gluecklicherweise nur kurzer Wartezeit wird die Durchfahrt freigegeben. Da haben wir beste Gelegenheit zu verifizieren, wie viele Fahrgaeste in die Taxis passen: Rekordzahl an Passagieren in den kleinen Daihatsu Tico Caravans sind 9 Personen, naemlich zwei auf dem Beifahrersitz, vier auf der Rueckbank und drei weitere im Kofferraum, die sich den knappen Raum noch mit all dem Gepaeck und Einkaeufen vom Marktbesuch teilen muessen.
Zum Glueck koennen wir einige der LKWs und Colectivos ueberholen, was uns eine staubaermere Fahrt beschert. Immer wieder mal muessen wir stoppen auf Hoehe der Parre-/Siga-Tafeln, die mit kompletter Schutzkleidung, Helm, Brillen, Handschuhen und Sprechfunk ausgeruestete Frauen aufhalten, wenn entweder Baumaschinen am Trassee arbeiten oder ein Teilstueck nur einspurig befahrbar ist. Eine herrliche Abendstimmung herrscht, waehrend der wir in die Hoehe bis auf 4'210m klettern. Die Fahrt hinunter bis in die Umgebung von vermutlich nach Otcacta erfolgt dann bereits in Dunkelheit und wird erschwert, durch haeufigen Werkverkehr und die vielen Baustuecke, auf denen unter Flutlicht auch nachts gearbeitet wird. Wir sind froh, als wir in der Talsohle ankommen und dort die ersten geteerten Kilometer der InterOceánica Peru-Brasil vorfinden. Vorbildlich gekennzeichnet und nicht nur mit Signalisation-Tafeln sondern auch seitlichen Entwaesserungsgraeben versehen, muessen wir laengere Zeit suchen, bis wir eine Moeglichkeit, auf einer kleinen seitlichen Landterrasse fuer die Nacht zu verschwinden.
Heute Mittwoch haben wir regelrechte Hoehen- und Klimazonen auf relativ kurzen Distanzen hinter uns gebracht. Lange Zeit blitzt immer wieder der verschneite Grat des 6'384m hohen Ausangate am Horizont im Hintergrund. Bald nach Ocongate ist die erst vor wenigen Tagen eingeweihte Tranche von 42km geteerter Intercontinentale zu Ende. Sie macht einer Riesenbaustelle der Conirsa Platz. Ueber Dutzende von Kilometern ist man daran, das Gelaende vorzubereiten, um die Fortsetzung der neuen Strasse darin einzubetten. Ungleich seinerzeit in Westchina zaehlt man hier weniger auf Arbeits- resp. Manneskraft, sondern viel mehr auf modernen Fahrzeugpark. Caterpillar, Ingersoll Rand und JCB sind in modernsten Strassenbau-Maschinen vertreten, waehrend das Erd- und Bau-Material praktisch ausschliesslich in Volvo LKWs zu- und wegtransportiert wird und die Bauleitung in Mitsubishis zwischen den einzeln Lots herumkurvt.

Wir klettern erneut immer weiter in die Hoehe, vorbei an Feuchtgebieten und einer klaren blauen Lagune bis auf 4'800m auf den Abra Hualla-Hualla. Um einsame Siedlungen, welche wegen ihrer Steinmaeuerchen deutlich sich von den eher duerren Weiden abheben, weiden Alpacas. Wir geniessen ein letztes Mal das Panorama und Blick auf im Sonnenlicht glaenzende Gletscher bevor wir unweigerlich wieder talwaerts streben.
Die Strasse ist sehr trocken, sprich staubig und meist einspurig. Die uns kreuzenden LKWs machen sich im besten Fall zum voraus durch Staubwolken bemerkbar. Bis auf wenige Ausnahmen bleiben sie einfach in der Strassenmitte stehen und ueberlassen es uns, eine Ausweichstelle auszumachen und zu ihr zurueckzukrebsen. Auf noch gut 3‘000m machen wir im Sonnenschein noch vor Marcapata Mittagsrast. Wir verlieren rasch an Hoehe.

Ab 2‘000 m Hoehe haben wir die bisher typischen Adobehuetten hinter uns gelassen. Unter dieser Meereshoehe bestehen die Behausungen aus Bretterbauten. Wir tauchen zudem unter eine Wolken-/Nebelschicht, welche die Sonne abhaelt. Die Haenge zu unserer Linken sind wegen der Feuchte dadurch bereits mit Bergdschungel bedeckt, waehrend die sonnigeren rechten Seiten immer noch mit Maisfeldern bestueckt sind, in denen ihre Besitzer daran sind, die reifen Maiskolben zu entblaettern und die weisslichen, gelben, roetlich und violett-farbenen Kolben zum Trocknen auszulegen.
Haben wir uns meist im Temperatur-Bereich von 10oC bewegt, so steigt nun die Temperatur rapide und mit jeden 200m Metern Hoehe, die wir verlieren, gewinnen wir 1o C an Waerme. Der Bergbach Marcapata, der uns seit langem begleitet, hat sich zu einem breiten Fluss entwickelt, dessen betraechtliche Wassermassen selbst jetzt in der Winterzeit wild ueber riesige Felsbrocken sprudeln. Gegen 17.3oh bietet sich eine Art Kiesgrube kurz vor Quincemil zur Uebernachtung an - gerade rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit. Haben wir auf den letzten Kilometern schon ab und zu den Scheibenwischer laufen lassen muessen, so regnet es jetzt seit dem Nachtessen heftig.
Im Grossen und Ganzen war heute nicht Fredy‘s guter Tag. Am Morgen war ihm beim Fruehstueck schlecht, vermutlich weil er seine Pille gegen zu hohen Blutdruck fast gleichzeitig mit der Malaria-Prophylase geschluckt hatte. Als dann nach wenigen Kilometern eine Durchfahrtskontrolle Papiere sehen wollte, war er recht giftig, was dann dazu fuehrte, dass nicht nur der Fuehrerausweis als ID genuegte, sondern wir auch noch Paesse und Fahrzeugausweis herausklauben und vorweisen mussten. Kurz nach Mittag beschaedigte er beim Ausweichen eines LKWs den rechten Aussenspiegel - (meine Schuld, hatte ich mich dagegen gewehrt, dass er an die abschuessige linke Seite ausweichen wollte und sass - als er deswegen zuruecksetzen musste - nicht ruhig und verdeckte ihm die Sicht auf die Felswand zur andern Seite. Bei der Durchfahrt eines der kleinen Siedlungen bekam er noch Streit mit einem Bauern, der erwartete, dass wir nicht langsam durch seine Kuhherde rollen sondern deswegen anhalten und abwarten sollten, bis seine Rindviecher gemuetlich an uns vorbeigezogen seien.

In der Nacht auf den 5. Juli regnete es in Stroemen, was auch ausserhalb der Regenzeit in regelmaessigem Rhythmus taeglich stundenweise der Fall sein soll. Bei der Uebernachtung auf noch 750 m ue.M. haben wir trotzdem am Morgen bei noch bedeckten Himmel schon ueber 20o C. Guten Mutes durchrollen wir Quincemil und weiterhin feuchte Gegend. Die Strasse ist gut, da nur noch kurze Abschnitte vom Regen nass sind. Die zu durchfahrenden Furten sind mit runden kleinen Flussteinen ausgelegt und daher kein Problem. Beiden Seiten der vielen Bruecken sind mit tiefen Furchen verunstaltet, kritische Stellen in der Regenzeit, die sich im lehmigen Terrain dann um ein vielfaches vertiefen werden. Um 10.3oh ist unsere Fahrt nach nur 46km mal vorlaeufig zu Ende. Die Strasse ist wegen der laufenden Ausbauarbeiten bis um 17.3oh fuer jeglichen Verkehr gesperrt. Also hocken wir im kleinen Loromayo/San Lorenzo am Strassenrand resp. im Camper ich am LapTop/Fredy am Schatten. Abwarten und (Eis-)Tee trinken, bis es endlich weitergeht, ist angebracht.
Um 17.ooh wird die Meute, auf Dutzende von Lastwagen - zum Glueck hinter uns - angewachsen, langsam unruhig und die ersten Motoren werden vorsorglich gestartet. Um 17.20h werden die kleinen Barrieren zur Seite geschoben und das Rallye geht los. Wir lassen einem kleinen voraussichtlich schnelleren Kombi den Vortritt, ansonsten behaupten wir unsere Startposition. Staendiges Rauf- und Runter-Schalten auf kurviger Dreckstrasse und alle paar Hundert Meter zusaetzliches Abbremsen vor kleinen Furten. Das Wetter ist uns gnaedig. Die dunklen Regenwolken verfolgen aber holen uns nie ein. Ab und zu erhaschen wir einen beschraenkten Blick auf den nunmehr breiten Fluss in kiesigem Bett zu unserer Rechten. Gleichzeitig mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir eine mit Vorsicht zu befahrende Wegstrecke ohne klare Signalisation, wo mit Verbauungen und Beton-Bruecken oder Handstuetz-Elementen der Hanggesichert werden muss. Nach genau 1 Stunde unterwegs, in der wir 27km zurueckgelegthaben, erreicht uns die Spitze der Kolonne der Fahrzeuge aus der Gegenrichtung. Die Fahrt wird wegen des staendigen Kreuzens und Ausweichens von Vehikeln mit endweder ohne genuegendes, falsch eingestelltes Licht oder aber blendenen Scheinwerfern noch muehsamer. Wir sind gluecklich, gegen 20.ooh ohne Zwischenfall Mazuco zu erreichen, das wie ein riesiges Baucamp anmutet.
Am naechsten Morgen starten wir frohen Mutes, sehen uns entgegen aller Auskuenfte aber schon nach nur 15 Minuten Fahrt wieder gestoppt. Die angekuendige Wartezeit von 2-3 Stunden reduziert sich auf eine gute Stunde, da angeblich ein uebergrosses Fahrzeug unterwegs sei, das sich dann im Endeffekt nur als Transporter ohne Uebermass erweist. Die Strasse fuehrt uns lange Stuecke wie auf einer Krete, ist grossenteils steinig hart und grauenhaft staubig. Zum Glueck stossen auch kaum auf andere langsamere Vehikel, an denen man sich vorbeizwaengen muss, werden kaum je selbst ueberholt und Gegenverkehr ist gleich Null, so dass wir uns fragen, fuer wen ueberhaupt bei diesem mehr als bescheidenen "Andrang" die breite Teerstrasse erstellt wird. Erst gerade gute 10 km vor unserem Zielort kommen wir in Genuss einer welligen Asphaltstrasse.
Puerto Maldonado selbst hat auch nur eine Handvoll Teerstrassen im Einzugsgebiet der Plaza de Armas, die hauptsaechlich von Motos und Moto-Taxis befahren werden. 1978 erlebte der Ort wegen Meldungen ueber Goldvorkommen in der nahen Umgebung einen Aufschwung, der jedoch mehrheitlich nur Abenteurer anzog. Wir koennen die Kapitale des Departamento Madre de Dios kreuz und quer durchfahren, ein staedtische Bild von ihr gewinnen wir beim besten Willen nicht sondern wundern uns, wo die heute noch angeblichen 36'000 Einwohner sich verstecken. Krampfhaft versucht man in Konkurrenz zum Manu Nationalpark sowie zu den besser bekannten Urwaldstaedten Iquitos und Pucallpa den Tourismus als Einnahmequelle anzukurbeln. Aber wer hier am Flughafen ankommt, wagt sich nur fuer ein paar Tage vorsichtshalber mit meist bereits vorarrangierten Boots-Touren, Dschungelwalks oder Ausflug zum Schiffswrack des beruehmt-beruechtigten bolivianischen Kautschuk-Haendlers Fitzcarraldo und vorgebuchten Aufenthalten in den inzwischen zahlreichen Lodges an den Ufern von Madre de Dios- oder Tampopata-Fuss hierher, was dem lokalen Gewerbe kaum Auftrieb bringt.
Liegt der alte Stadtteil noch direkt am Wasser, thront der neuere Ortsteil hoch ueber den Fluessen. Von einem nie fertiggestellten 30 m hohen blauen Obelisco mit gaehnend leerem Liftschacht in der Kreuzung Fitzcarrald/Madre de Dios verschaffen wir uns einen Ueberblick ueber das Kaff aus ein- oder zweistoeckigen Holz- und Wellblechbauten. Wir entdecken am Ende der Billinghurst das Embarcadero de Turistos, ein weiteres Prestige-Objekt, 2005 eingeweiht, aber bereits wieder vom Zahn der (kurzen) Zeit in Mitleidenschaft gezogen . Auf unsere Anfrage hin duerfen wir uns auf den geteerten kleinen Parkplatz davor stellen und erhalten stolz die Einladung, an der heute Abend stattfindenden "Vernissage" mit etwa drei Dutzend Bildern aus den 1940er-60er Jahr teilzunehmen. Der Direktor fuehrt uns stolz durch die Ausstellung, erlaeutert jedes Foto. Seine Assistentin sorgt anschliessend dafuer, dass wir entsprechende Eintraege ins Visitor Book - zur Betonung des internationalen Charakters der Veranstaltung unbedingt mit unserem Herkunftsland ergaenzt - machen und serviert uns dafuer einen alkoholfreien Apéro und Gebaeck dazu. Das Nachtessen verleiben wir uns anschliessend in einem der kleinen einfachen Lokale in der Velarde ein.

Am Samstag-Morgen suchen wir ein paar der aufgefuehrten lokalen Tour- oder Lodge-Operators auf und studieren im Schatten der Baeume an der Plaza de Armas ihre Prospekte. Gerade als wir uns gegen einen Dschungelaufenthalt entschieden haben, da die meisten Lodges entweder in der nahen Umgebung am Hauptfluss liegen oder die andern Bootsfahrten von bis zu mind. 9 Std., allein schon um zur Unterkunft zu gelangen, verheissen, klopft Donald ans Auto, ein Schweizer-Peruaner. Nur 600m vom Aeropuerto Padre Aladamiz entfernt hat Donald sein einst komplett ueberwachsenen Stueck Land gerodet und darauf fuenf einfache Bungalows mit gemeinsamen Duschen und WC und drei luxerioese mit privaten Waschraeumen und dazwischen liegenden kleinem Swimming Pool erstellt und wartet nun auf kuenftige Kundschaft. Seine thailaendische Frau Wadee wird die Gaeste des Anaconda Lodge, wir als eine der ersten, mit ihrer heimatlichen Kueche verwoehnen.Nach dem Znacht machen wir Naegel mit Koepfen und heuern seinen Nachbarn an, um uns fuer zwei Tage in die Wildnis zu fuehren.

Eine ausgesondertes Schutzgebiet, vom als von der Unesco als World Heritage Site anerkannten Manu World Biosphere Reserve bis zum Bahuaja-Sonene National Park und Tambopata Reserved Zone, umfasst in etwa die Groesse der Schweiz. Wir machen einen Besuch des Amazonas Dschungels noerdlich dieser Region. Mit kleinem Reisegepaeck verlassen wir am Montan morgens frueh das Anaconda Lodge und besteigen ein mit Aussenbordmotor ausgestattetes und daher etwas schnelleres Kanu. In stundenlanger Fahrt tuckern wir unter der Fuehrung von Feliz und seinem Assistenten Guido, der immer mal wieder an kritschen Stellen die Tiefe sondieren muss, flussaufwaerts. Nach gut einer Stunde Fahrt verlassen wir den breiten Rio Madre de Dios, an dessen Ufern noch ab und zu Goldsucher in der Hoffnung, wenn nicht eines Vermoegens so doch eines taeglichen bescheidenen Verdienstes den Fluss-Sand durchsieben. An einer sandigen Stelle am Rio las Piedras machen wir einen kurzen Fruehstueckshalt, um wenig spaeter dann den Entspurt auf dem Rio Pariamanu aufzunehmen.
Ganz deutlich sieht man wie die Fluesse hier die Landschaft veraendern. Bei Hochwasser reissen sie auf der einen Seite stetig Erde, Steine und in der Folge ganze Baeume weg und schwemmen auf der gegenueberliegenden Ufer meterweise Sand an. Immer wieder muessen wir Hindernissen wie gestrandeten Baumstruenken oder Untiefen im lehmig braunen Flusswasser ausweichen. Eine Schlange starrt uns frech vom Ufer aus an, waehrend ein weisser Cayman bei unserm Innehalten rasch seinen Doesen abbricht und in der Flut verschwindet. Ab uns zu ruhen kleine Schildkroeten auf trockenem Flutholz, nehmen aber auf relativ grosse Distanz reissaus. Eine Horde Kapuzineraffen sehen wir ebenfalls nur aus der Weite durchs Laub von Baum zu Baum springen. Da lassen sich in sicherer Hoehe die Stink Birds oder Hoatzins mit ihren von Federbuescheln gekroenten blauen Koepfen von uns nicht gross stoeren. Cabybaras, eine Art Wasserschweine, treffen wir keine an. Wir erkennen nur ihre Aufenthaltsplaetze aufgrund des weitreichenden Gestanks.
Um 12.30h haben wir unser Ziel erreicht - eine einsame einfache Holzhuette, unter deren Dach wir das geliehene Zelt aufschlagen. Gekonnt facht Feliz rasch ein Feuer an. Geuebt ruestet und kocht er Kochbananen und Yuka und gart trockenen Reis, waehrend Guido einen Salat aus Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Thon zusammenschnippelt. Hungrig setzen wir im Schutz des Vordachs zur einfachen Mahlzeit hin, gerade rechtzeitig vor Einsetzen eines starken Regengusses. Dieser hat aufgehoert als wir nach der Siesta zu einem ersten Bushwalk aufbrechen, auf dem uns Feliz mit all den verschiedenen Baumarten und zum Teil Medizinal-Pflanzen mit unaussprechlichen Namen bekanntzumachen versucht. Bei der herrschenden hohen Luftfeuchtigkeit kehren wir komplett verklebt und verschwitzt zur Huette zurueck, wo ein Bad im Fluss die abendliche Dusche ersetzt.
Waehrend unserer Abwesenheit hat sich Guido als Fischer betaetigt und uns drei kleine Flussfische zum Grillieren als Nachtessen mit denselben Beilagen beschert, was alles restlos vertilgt wird. So gestaerkt starten wir noch einen kleinen Bootstrip im Dunkeln. Nach laengerem Suchen - Moskitospray sei gedankt - gelingt es Feliz, den angekuendigten kleinen Cayman zu fangen, den er uns stolz zur genaueren Ansicht und zum Beruehren praesentiert. Zurueck im unerwarteterweise sogar mueckendichten Zelt brauchen wir kein Schlafmittel mehr fuer eine erholsame Nachtruhe, aber trotz vorheriger Tageshitze nachts unsere Baumwoll-Decken und Fredy sein langaermeliges Hemd und Hose, um warm genug zu haben.

Als ich erwache hat Feliz bereits unser Fruehstueck vorbereitet und feine Pancakes gebacken, die wir zusammen mit Kaffee mit Genuss verzehren. Hinter Feliz mit seiner Machete traben wir bald durch den feuchten Urwald zu einer Macaw Clay Lick/Collpas (salzige Erde) de los Guacamayos. Wirklich tummelt sich eine stattliche Anzahl der herrlichen roten Aras (Scarlet Macaws) an der hoch ueber dem Wasser gelegenen erodierten Lehmstelle, um die mineralsalzhaltige Tonerde zu fressen. Dies ist fuer die Voegel lebensnotwendig, um die gefressenen noch unreifen Fruechte sowie in Fruchtschalen enthaltene toxische Stoffe und ungeniessbare Substanzen zu verdauen und zusaetzlich benoetigte Mineralien aufzunehmen. Auf dem Rueckweg sehen wir lebhafte schwarze Affen mit einer deutlichen weissen dreieckigen Gesichtsmaske, wegen ihrer langen feinen Glieder Spider Monkeys genannt. Tukans hoeren wir einige, koennen aber nur einen kurzen Moment lang einen unruhigen Gesellen der grossen Art erblicken.

Guido hatte heute am Fluss kein Glueck beim Fischen, deshalb hat er Spaghettis Tomaten-Thon-Sauce vorbereitet. So verlieren wir nicht viel Zeit mit dem Imbiss sondern koennen uns aufmachen, ein riesiges Exemplar des hier heimischen Chihuahuaco (Iron) Baumes zu besuchen. Verschiedene Arten von Palmen wachsen im Dickicht. Speziell ist der Anblick der "stalking palm", einer Art, deren Wurzeln praktisch freistehend sind und die, wann immer ihr der Standplatz nicht mehr passt, neue in einiger Distanz ausstreckt und sich somit fortbewegen kann. Die verschiedenen Urwaldriesen, vielfach Cecropias, welche das hohe dichte Blaetterdach bilden, strotzen nur so von Lianen. Eine Wuerge-Art umschlingt und umwaechst ihren Gastgeber, bis sie in schliesslich erstickt. An den Staemmen haben sich Orchideen, leider nicht in Bluete, festgesetzt. Termiten bilden hier ihre dunkelbraunen, fast schwarzen Staatsgebilde nicht am Boden sondern in luftigerer Hoehe an den Baumstaemmen und marschieren in einem aus Lehm gebildeten, roehrenfoermigen Tunnel dahin hinauf und hinunter.
Neben dem Fischfang leben die wenigen hier Ansaessigen von der Ernte der Castañas, auch als Brazil Nuts bekannt. Vom Staat koennen sie eine Konzession fuer ein Waldstueck, das nie in ihren Besitz uebergehen kann, auf 40 Jahre erwerben. Die darin enthaltenen Nussbaeume sind geschuetzt, werden gezaehlt und in ein Inventar aufgenommen. Wenn reif, im Januar/Februar, fallen extrem harte runde Kugeln von diesen Baeumen, weshalb man deren Umfeld zu dieser Zeit besser meidet. Vor Ort werden sie dann mit der Machete an einer bestimmten, leicht weicheren Stelle gespalten und eine Handvoll Nuesse in ebenfalls harten, halbmondfoermigen Schalen entnommen und verkauft. Diese werden spaeter aufgekocht und koennen dadurch leichter geknackt und die eigentlichen Kerne daraus gewonnen werden.
Fuer uns wird es am fruehen Nachmittag Zeit, zusammenzupacken und den Rueckweg anzutreten. Wir verweilen nur kurze Zeit an zwei sandigen Uferstellen, die voller farbenfroher nervoeser Schmetterlinge sind, die da ebenfalls Mineralsalze aufnehmen. Kennt man in Europa und Australien je gut 400 Arten, hat man im Amazonas-Gebiet deren erstaunliche 1'300 entdeckt und begegnet ihnen auf Schritt und Tritt.
4 ½ Stunden Kanufahrt, unterbrochen nur von einer kurzen Pinkel-Pause kombiniert mit Wassermelonen-Zvieri, liegen zwischen uns und unserem Camper. Im letzten Tageslicht legen wir am Ausgangspunkt an und lassen uns von einem Tuk-Tuk zum erfrischenden Swimming Pool und feinen Znacht im Anaconda Jungle Lodge bringen. Es braucht nicht extra erwaehnt zu werden, dass wir an diesem Abend unsere Dusche, saubere Kleider und das bequeme Bett besonders schaetzen! Ich kapitulieren schon relativ frueh, Fredy erst viel spaeter, und rueste mich beim Einschlafen schon zusaetzlich mit der Wolldecke aus. Nachts wird es unangenehm kuehl - ein bekanntes Phaenomen, wenn die kalten Stroemungen, "Friajes" genannt, aus dem Sueden oder dem Altiplano in Puerto Maldonado einfallen und die herrschenden Temperaturen um gute 12o C reduzieren. Selbst am naechsten Morgen um 8.ooh zeigte das Thermometer erst 13oC.

Am 11. Juli erledigen wir im Ort nach dem Abschied von Donald und Wadee die ueblichen Vorbereitungen vor der Weiterreise wie im Markt Frischwaren einkaufen, Wassertank fuellen und fuer diesmal, da der Diesel in Brasilien um einiges teurer sein wird, das Fuellen aller Treibstoff-Tanks. Der letzte Schritt fuehrt uns ins Internet Café, wo man zwar Video-Cameras nicht aber Mikros installiert hat, so dass das Anrufen nach Hause entfaellt und wir nach einigen Mails gleich zum Mittagsimbiss uebergehen koennen.

An der recht primitiven Faehre von Puerto Maldonada habe ich anscheinend den Tarif falsch verstanden. Die erstaunlichen nur Soles 1.50 sind nur fuer den Zutritt zum Flusshafen zu verstehen. Die Uebersetzung kostet dann zusaetzlich. Der junge Bursche verlangt kuehn erstmal 50.- S, was in Anbetracht der oertlichen Verhaeltnisse zweifelhaft ist. Er ist dann noch dumm genug, als wir dafuer einen Beleg verlangen, uns das Quittungsbuechlein als Beweis hinzustrecken, woraus wir entnehmen koennen, dass als Hoechstbetrag fuer Camionettas - fuer LKW muss eine groessere metallene Faehre benutzt werden - ueberhaupt je im Maximum fuer 25.- bezahlt wurde. Also entscheiden wir uns, max. 20.- zu bezahlen und lassen nicht weiter mit uns handeln, worauf die Umstehenden den Kassier gar auslachen. In etwa zwei Jahren werden diese Verhandlungen entfallen, denn bereits befindet sich eine Bruecke in Konstruktion, die bereits 25 Jahre lang in Arequipa ihren Dienst versah, dort zerlegt und zum erneuten Aufbau hierher geschafft wurde.
Ueber meist recht gute rote Laterit-Strasse fahren wir bei meist bewoelkten Himmel nun zuegig nordwaerts und durchqueren kleine unbedeutende Doerfer wie Maliva und Alerta. Ab Kilometer 613 widmet sich Conirsa wieder ausgiebig dem Strassenbau, so dass es uns nicht gelingt, einen Abstellplatz am Rande der Strasse zu finden. Entweder donnert Werksverkehr vorbei oder auf den wenigen freien Plaetzen werden Erdmaterialien bewegt oder Bau-Maschinen parkiert. Die letzten Kilometer vor Iberia rollen wir bereits auf erst einseitig, dann beiderseits geteerter und fertiggestellter Strasse, finden aber trotzdem keine Ausfahrt. Der einige Zeit im Voraus scheinende Lichtschein am inzwischen um 17.45 h schon naechtlichen Himmel stammt vom riesigen Baucamp. Am Dorf Iberia selbst waeren wir wegen seiner Unscheinbarkeit im Dunkeln fast vorbeigefahren. Bei einem kleinen Grifo erhalten wir die Erlaubnis, auf ihrem Platz zu parken und zu uebernachten. Wir haben wiederum eine kuehle, aber zu unserem Vorteil mueckenarme Nacht - nur gut so, den vor allem ich bin von unserem Dschungelausflug mit einer Rekordzahl von 225 juckenden Stichen zurueckgekehrt.
Unsere letzte Etappe heute Donnerstag, 12. Juli 2007, absolvieren wir auf Teerstrasse. Also koennen wir vor der Weiterfahart die Pneus wieder auf den Normaldruck aufpumpen. Waehrend Fredy mit dem Druckmesser hantiert, bin ich zur Unterhaltung mit den umstehenden Leuten delegiert, die sich wie oft sehr fuer unser fuer sie spezielles Auto und unsere Reiseroute und natuerlich den Erlebnissen in ihrem Land interessieren. Ueberraschend schnell erreichen wir den letzten peruanischen Ort, Iñapari. Unvermittelt stehen wir an der Polizeikontrolle noch bevor wir es realisieren und wie geplant nochmals aufgetankt haben. Am naechsten Kontrollhaeuschen schickt man freundlicherweise einen Mann mit uns im Camper mit, der uns die noetigen Bueros zeigt, wo ohne Zaudern bei der Immigration die Paesse ausgestempelt und im benachbarten Zoll speditiv unsere Ausreise im Carnet de Passage bestaetigt wird. Eine moderne Bruecke ueber den Grenzfluss Rio Acre, die seit 2006 die fruehere Faehre ersetzt, bringt uns ins naechste uns unbekannte Land: Brasilien.
In den vergangenen fuenf Wochen haben wir insgesamt 5'656 km in Peru zurueckgelegt und dabei Teile der verschiedenste Regionen wie Costa (Kueste), Sierra (Bergland der Anden) und Selva (Amazonas-Tiefland) kennengelernt. Parallel dazu wurden wir mit klimatischen Bedingungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein koennten, konfrontiert. Einige der besuchten kulturellen Staetten werden uns sicher unvergesslich bleiben, aber ebenso ein weiteres kostbares Gut dieses Landes: eine nach unseren Erfahrungen praktisch ausnahmslos offene, freundlich gesinnte und kontaktfreudige Bevoelkerung. Selbst von Leuten im ersten Moment reserviert oder fast schuechtern erscheinend, ernteten wir zum Schluss einer (im wahrsten Sinne des Wortes) "Unterhaltung" immer ein Laecheln - vermutlich konnten sie gar nicht anders bei meinen mehr als rudimentaeren und sicher meist kreuzfalschen Grammatik und Aussprache von Spanisch.
     
Weitere Fotos: siehe
Galerie / Peru III - Nr. 9349-x200.

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