12.-31. Juli 2007 - Assis Brazil (Acre) - Belém (Pará)

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Das riesige brasilianisches Zollgebaeude am Grenzuebertritt in Assis Brasil steht noch immer leer. Die offizielle Einreise koennen wir erst im 110 km entfernten Brasiléia besiegeln. Die Suche nach der in der Stadt und zwischen beiden Bruecken resp. Grenzposten zu Bolivien und Peru verteilten Amtsstellen, die Policia Federal fuer die Passkontrolle und die Receita Federal fuer die Autoeinfuhr, ist langwieriger als die eigentlichen Formalitaeten - umsomehr als ich kaum die Haelfte der immer freundlichen, aber in portugiesischen Wortschwaellen erteilten Auskuenfte verstehe. Wir erhalten ein Touristenvisum fuer 90 Tage und analog dazu eine gleich lange temporaere Importgenehmigung fuer den Iveco, da das Carnet de Passage nicht anerkannt ist.
Auf mal schlechter, aber meist rechter Teerstrasse fahren wir durch brasilianische Landschaft des Bundesstaates Acre. Hier sind breite, sicher 400m messende Streifen links und rechts der Strasse beim Strassenbau gerodet worden, auf denen vor dem in den Hintergrund gedraengten Urwald Hunderte oder gar Tausende von meist hellen Rindviechern indischer Art, allerdings weitaus wohlgenaehrter, sich tummeln. Den damit verbundenen Nachteil finden wir bald heraus - es gibt wegen der Viehzaeune kaum eine Moeglichkeit zum Auszuscheren. Aber unmittelbar nach Vila Capixaba schaffen wir es, auf einer der seltenen, kleinen Seitenstrasse uns so am Rand hinzustellen, dass trotzdem die Durchfahrt gewahrt bleibt. Am spaeten Nachmittag hat sich das Wetter erholt. Die Wolkendecke ist hinter uns zurueckgeblieben, und wir sind zuletzt durch eitlen Sonnenschein gefahren. Blutrot versinkt kurz nach 17.3oh schon die Sonne hinter Baeumen am Horizont. Obwohl wir zuletzt noch fast 22o C gemessen haben, zerren wir wegen des grossen Temperaturunterschieds zum Tage unsere dickeren Decken aus dem Stauraum, wollen wohlig tief schlafen zu koennen.
Nach nur gut einer Stunde Fahrt auf der BR 317 erreichen wir am Freitag-Morgen die Hauptstadt des Departementes, Rio Branco. Der Kern der Stadt entpuppt sich als klein, aber recht modern und gemuetlich mit Parks, vielen Laeden und Retaurants. Wir bummeln etwas herum, in der Hauptsache, um an einem Zeitungsstand die Rodoviario 2007 von Guia Quatro Rodas zu kaufen, da wir ansonsten nur ueber auf das GPS geladene Ausschnittkartem verfuegen, welche keinen Ueberblick erlauben. Im Café de Teatro essen wir Zmittag und machen erneut Bekanntschaft mit der portugiesischen Spache. Selbst bei so banalen simplen Unterhaltungen erhalten wir nur die Haelfte des Bestellten. Mein Capuccino stellt sich nicht als grosse Tasse wie erwartet sondern als hohes Glas voll Eiscafé heraus. Dem kurzen Besuch des Museo da Borracha, das ueber den einst fuer die Region wichtigen Kautschuk und deren Gewinnung informiert, folgt eine kurze Einkaufstour um in einer der vielen Farmácias mit Anti-Mueckenstich-Mitteln aller Konsistenz sowie besaenftigender Creme nach erfolgten Attacken und im bestausgestatteten Supermercado in der Via Chico Mendes mit Lebensmitteln uns einzudecken. Wir muessen uns danach schon fast mit dem Verlassen der Stadt beeilen. Heute ist uns das Glueck hold. Auf Hoehe der Abzweigung nach Boca de Acre lockt uns ein komplett ebener Platz mit idealen Kieshaufen, um sich dahinter etwas zu verbergen, da zu Uebernachten.

Samstagmorgen, 06.ooh - aber hier wird gearbeitet und Baumanns stehen mitten zwischen Baggern und Lastwagen, die mehr Kies anliefern respektive ihn verteilen muessen! So aufgeweckt sind wir fuer einmal auch relativ frueh unterwegs auf der Route 364 und wechseln ins Departemento Rondònia ueber. Die Strasse ist zwar geteert, aber kilometerweise mit tiefen Schlagloechern verziert. Ab und zu ist ein Trupp dabei, sie zu zaehlen - entschuldigt, sie zu fuellen - aber meist kurvt man einfach mit Inanspruchnahme der ganzen Strassenbreite zwischen den Kratern hindurch. Unser portoguiesischer Wortschatz erweitert sich: Balsa heisst offensichtlich Faehre- eine davon bringt uns ueber den breiten Rio Madeira. Bei Abuña passieren wir ein paar armselige Ueberreste einer Eisenbahnlinie, die einst in unzaehligen Anlaeufen ueber Jahrzehnte hinweg nach Gujara-Mirim ins Kautschuk-Gewinnungsgebiet fuehrend gebaut wurde. Sie war nicht nur fuer den finanziellen Ruin diverser Gesellschaften sondern auch fuer Todesopfer waehrend des Bau zwischen 5-25'000 - je nachdem an welche Version man sich haelt - verantwortlich. Fertiggestellt wurde sie als Ironie des Schicksals schliesslich kurz vor Entdeckung des aus Malaysia einfacher zu beschaffenden und viel guenstigeren selben Rohstoff und vermochte deshalb nie Gewinn einzufahren. Immer zwischen breiten gerodeten Weiden rollen wir bei Temperaturen zwischen 30 bis 38o C. Fuer den Mittagshalt halten wir direkt an der Strasse im Schatten einiger grosser Baeume. Auch die spaet nachmittaeglichen leichten Regenguesse aendern nichts an der Hitze, sie steigern nur die Feuchtigkeit.
Auf Grund diverser Beschreibungen haben wir ein viel moderneres Porto Velho erwartet. Zwar passieren wir zwei Haupt-Einkaufsstrassen, wo jedoch vor allem Modeartikel, Kosmetik und Schuhe neben Unterhaltungs-Elektronik und die nicht weg zu denkenden Handy's unter die Leute gebracht werden. Wir finden den Porto Cai n'Agua, wo aber nur Ausflugsboote ablegen. Nach laengerem Suchen finden wir schliesslich den Portobras - heute Samstag aber ohne Betrieb. Ein Wachmann skizziert uns die Anfahrt zur Verladestelle fuer Camions, aber wir verzetteln uns durch aermliche Wohnquartiere und landen zu guter Letzt in den Tanklagern von BR.
Da wir noch Brot benoetigen latschen wir anschliessend noch vor dem Dunkelwerden durch einige Strassenzuege der Innenstadt, finden aber die uns geschilderte Baeckerei ebenfalls nicht. Die Weiterfahrt stattdessen zu einem kleinen Lebensmittel-Laden erfolgt in Etappen, da uns jemand vorne links den Pneu genadelt hatte und wir schon kurz nach Anfahren anhalten und mit dem kleinen Kompressor zweimal den Plattfuss aufpumpen muessen. Die Luft reicht dann gerade noch aus, um in der Rua Don Pedro II zwischen Catedral Metropolitana und der Bibliothek parallel zur Strasse zu parken. Die Kirchenuhr informiert uns, dass wir die Uhr in der hiesigen Zone um eine Stunde vorstellen muessen. Waehrend dem Nachtessen koennen wir durch die offene Kirchentuere den abendlichen, gut besuchten Gottesdienst mitverfolgen. Ansonsten schwitzen wir in noch ungewohnter Hitze, da kaum Abkuehlung und schon gar kein Windchen eintritt.

Waehrend des Fruehstuecks werden wir erneut christlich berieselt. Allerdings toent die heutige Lead-Stimme schrecklich und so falsch, dass es einem in den Ohren wehtut und wir den Platz gerne verlassen. Aber unser Vorderrad ist erneut platt. Mit Hilfe unseres Kompressors bringen wir genug Luft in den Pneu bis zur zur naechsten Borracharia, wo man uns fuer 15.- R. unseres Problems enthebt. Die Stadt bleibt heute Sonntag verschlafen und praktisch alle Geschaefte geschlossen. Selbst das Internet-Cafe im Rio Shopping Center oeffnet erst gegen Mittag. Vor allem aber benoetigen wir das Internet, um - ueberzeugt nach lokalen Auskuenften sowie Schilderungen in mehreren Reiseberichten, dass die offiziell seit 1991 geschlossene Strasse von Porto Velho nach Manaus Expeditions-Charakter aufweise - moegliche Kontakte fuer die Arrangierung der Verschiffung zu suchen. Ernuechtert finden wir nur gerade eine einzige Gesellschaft. Ein ueberaus hilfsbereiter Taxichauffeur, der gerade Kaffeepause hat, faehrt uns voraus, da es offensichtlich zu kompliziert ist, uns die Anfahrt zu beschreiben und will dafuer nicht mal eine Entschaedigung. So landen wir bei J.F. de Oliveira Navegaçao Ltda (Bei unserem gestrigen Versuch haetten wir noch etwa 3km weiterfahren brauchen). Bereits stehen die ersten LKW und Auflieger zur Verladung an und wir reihen uns, nachdem wir uns im Supermercado Gonçales in der Av. Aruna mit Lebensmitteln eingedeckt und Frischwasser aufgefuellt haben, ebenfalls in die Warteschlange im Hof ein.
Montag-Morgen - aber wider Erwarten tut sich erst mal nichts. Erst um 8.ooh oeffnet das Buero und ich bin eine der ersten am Schalter. Die Angestellte gehoert zur Sorte Brasilianer mitteleuropaeischen Aussehens, welche gemaess meiner zwar noch beschraenkten Erfahrung hierzulande viel weniger offen und freundlicher sind als diejenigen mit dunklem Einschlag. Sie gibt sich keinerlei Muehe und brummelt hinter Glas vor sich hin, so dass ich beim besten Willen nichts verstehen oder auch nur daraus folgern koennte. Hinter mir bildet sich eine lange Schlange mit Lastwagen-Chauffeuren, die ihre Ladepapiere einreichen muessen. Aber im Gegensatz zur Schweiz, wo man bei solchen Stoerfaktoren nur gereizte Gesichter saehe, aergern sie sich mit mir zusammen ob der unfreundlichen Behandlung, reklamieren fuer mich, versuchen mir die Fragen zu uebersetzen und helfen mir weiter. Die Buchung scheint dann daran zu scheitern, dass sie darauf beharrt, dass pro Fahrzeug nur eine Person mitfahren koenne - worauf die Schlange hinter mir einhellig protestiert und darauf aufmerksam macht, dass es sich hier um eine "Turismo"-Angelegenheit handle, welche speziell behandelt werden muesse. Das passiert dann schliesslich in einem Nebenbuero, wo eine freundlichere Dame sich mir annimmt und unser Transport-Problem loest - leider aber zum Preise von gut 2'100.- R., der dann nach der Fahrt in Manaus zu berappen sei.
Eine grosse Metallplattform voller Auflieger und LKWs legt wenig spaeter zur Entladung an der Rampe an. Danach passiert nichts mehr - ausgiebige Mittagszeit, wie wir vermuten. Aber weitaus schlimmer, der Bagger, der die Rampe stabilisiert und den steilen Winkel beim jetztigen hohen Wasserstand ausgleicht, hat platt. Erst am spaeten Nachmittag findet sich ein Ersatzfahrzeug und nachdem zwei schwere Anhaenger zum Ausgleich auf die Plattform bugsiert wurden, geht es ans Verladen. Ein Brummer nach dem andern findet Platz auf dem Ungetuem, nur Baumanns stehen noch immer da, waehrend der Platz immer rarer wird und die guten, sprich mit voraussichtlichem Fahrtwind gesegneten Standorte fast alle besetzt sind. Fredy's Nachfrage wird ignoriert, mein Nachdoppeln ist erfolgreicher. Nach einem anfaenglichen nein ist man dann doch mit mir einig, dass auch wir auf diese Plattform gehoeren. Fredy will kein Risiko mehr eingehen und faehrt aus Eigeninitiative die Rampe runter. Dadurch aber koennen wir den Standplatz nicht waehlen sondern werden in gegebener Reihenfolge eher widerwillig eingewiesen. Was wir befuerchtet haben: Wir stehen inmitten von Ungetuemen - aber immerhin am breiten Mittelgang zwischen je 3 Kolonnen, so dass wir waehrend der Fahrt doch noch einen Luftzug erhalten sollten.
Es ist bereits 17.ooh, als die Beladung abgeschlossen ist und das Schiff, das diesen Ponton flussabwaerts Stossen wird, richtig verbunden ist. Die Plattform gleitet nur etwa 200m dem Ufer entlang und bleibt dann liegen, waehrend wir in der noch herrschenden Hitze sehnlichst auf die Abfahrt und dadurch etwas Abkuehlung warten. Inzwischen wird noch eine zweite Plattform geladen. Es dunkelt schon, als diese uns vorgesetzt und im Lichte der vordersten LKWs mit unserer Komposition vertaeut wird. Und bald muessen wir uns eingestehen, dass ich die Auskunft von Mitpassagieren, dass wir erst morgens um 06.ooh losfahren wuerden und Fredy bezweifelt hatte, zutrifft. Die Muecken stuerzen sich beim Einnachten auf uns. Wir schwitzen nach dem heissen Tag in der anhaltenden abendlichen Feuchtigkeit weiterhin, sind bachnass und dampfen selbst beim Einschlafen dampfen noch.
Dienstag, 17. Juli: Ich erwache und stelle erstaunt fest, dass ich die Abfahrt verschlafen habe. Wir stehen am Hauptdurchgang zum hinter uns liegenden, stossenden Schiff, auf dem sich eine einfachste kombinierte WC/Dusche fuer die vielen Chauffeure befindet. Immer mal wieder bleiben die Maenner bei uns stehen und versuchen, sich mit uns zu unterhalten. Gestern hatte sich niemand am schleppend verlaufenden Prozedere gestoert, und heute geht halt einfach ihr Alltag auf dem Fluss weiter. An den Chassis oeffnen sich fuer die Selbstversorgung die Vorrats- und Kuechenkisten. Wer nicht in klimatisierten Kabinen schlaeft, hat seineHaengematte fuer die Nacht unter dem Anhaenger aufgespannt.
Wir gleiten langsam mit einer Durchschnittgewindigkeit von 11,9 km den breiten, schmutzigbraunen Rio Madeira hinunter. Ein kurzer Schauer am spaeten Nachmittag bringt keine Erfrischung sondern erzielt auf den aufgeheizten Fahrzeugen und Metallboden eine Wirkung wie in einem Dampfkessel. Von der Bruecke aus werden wir gebeten, am Abend unser Licht im Camper auszuschalten, da es die Flussueberwachung, mit einem Scheinwerfer ueber beide Plattforms hinweg, stoere. Also hocken wir mit Taschen- und Stirnlampe an unsern Buechern. Es handelt sich hoechstens wettermaessig, aber ansonsten bei Weitem nicht um eine ruhige Fahrt. Tag und Nacht schalten automatisch die Kuehlaggregate der vielen LKW und Auflieger ein. Fredy schlaeft nachts mit Ohrenpfropfen. Ich schlucke dafufer Globuli gegen Sonnenallergie, um das laestige Jucken der vielen Mueckenstiche zu unterdruecken.

Wir werden fast bemuttert und heute wird uns beigebracht, dass bei Ertoenen einer Trillerpfeife, gegen 11.ooh vormittags und ca. 16.3oh nachmittags, auf dem Stoss-Schiff die Kueche eroeffnet und warmes Essen verfuegbar sei. Also kriechen wir unter dem Schatten eines Anhaengers hervor und essen Maria's Kost: Trockenreis, fein Gehacktes, Poulet, braunes Bohnengemuese - alles zusammen mit geschrotetem Mais ueberstreut - zum Nachtisch starken, gesuessten Kaffee. Am Nachmittag bewoelkt sich der Himmel. Aber keine Abkuehlung resp. Regen vermindern die gut 35o C im Schatten und im Camper.

Ein heftiges Gewitter loest heute starken Regen aus, und diesmal wird das Deck zu unserer Freude saubergewaschen, denn aus einem nahen Anhaenger tropft von der Fleischladung Blut und verbreitet in der Hitze einen unangenehmen Gestank. Unser Kuehlschrank laeuft staendig und wir haben wegen des heute oefters bewoelkten Himmels keinen grossen Stromvorrat. Seit wir gestern die Sonnenstore ausgerollt haben, dient ihr Schatten bei Sonne und ihr Schutz bei Regen als Zwischenhalt auf den Spaziergaengen zwischen den Fahrzeugen. Immer mal wieder muessen wir einem Chauffeur zu seinem Vehikel folgen und erhalten, wo selbst gekocht wird, Kostproben davon oder Fruechte und Getraenke angeboten. Auch heute essen wir wieder im Restaurant "Jean Filippo XIII "- aber das Menue ist, wie man uns vorgewarnt hatte, wieder dasselbe.
Am Freitag geht das Leben an Bord seinen inzwischen gewohnten Gang. An den Ufern des Rio Madeira, dem Fluss mit dem sechst-groessten Wasservolumen der Welt, gleiten selten mal eine kleine Stadt, oefters einzelne hoelzerne Wohnhaeuser an uns vorbei. Wir halten uns vorwiegend im Trailer-Schatten auf, spielen Triomino oder lesen und ich arbeite am Laptop an Reisebericht und Fotos.
Am Samstag-Morgen sind wir bei Erwachen bereits auf dem Rio Amazonas. Die Sonne brennt und beim Fruehstueck haben wir schon 30o C. Um 16.30h staerken uns ein letztes Mal mit dem Bordmenue und verbringen ab Einnachten, als am Horizont nach vier Tagen Flussfahrt die Lichtermenge von Manaus auftauchen, ueber zwei Stunden an der Front der beiden Plattforms. Erst ist der Fahrtwind noch angenehm. Mit dem Verlangsamen der Fahrt dann aber fallen die Mosquitos einmal mehr ueber uns her und die Chauffeure lachen uns aus, als wir uns von Kopf bis Fuss mit Antimueckenspray einspruehen, die laestigen Moskitos aber trotzdem abwehren muessen. Zum Schluss duempeln wir nur noch den verschiedenen Hafengelaenden entlang bis wir endlich um 22.15h vor dem Desembarco von Chibatao-Hafen anlegen. Lange Zeit tut sich nichts, weshalb wir vermuten, dass erst morgens entladen wird und uns in unser moskitonetz-geschuetztes Bett verziehen. Gegen Mitternacht dann fangen rund um uns herum die Motoren zu droehnen an und aufgeschreckt rollen auch wir gegen 01.30h von der Plattform, um im abgeschlossenen Hafengelaende wieder in die Federn zu kriechen.
Das erste Papier von der Zollbehoerde, die Liberacion, erhalte ich ohne weiteres. Schwieriger wird es dann, den Passierschein fuers Gate von Oliveira zu erhalten. Mitnichten koennen wir hier, wie uns in Porto Velho versichert wurde, mit der Kreditkarte die Passage bezahlen. Wieder helfen uns die Chauffeure. Zwei, die ihr Zugfahrzeug abgekoppelt haben, nehmen uns mit in die Stadt. Beim Kreisel bei der Esplanade setzen sie uns in ein Taxi, dessen Chauffeur sie genau instruieren, dass wir einen ATM-Schalter brauchten und wohin wir nachher zurueckgebracht werden muessten. Schon nach wenigen Hundert Metern haelt der Driver vor einer HSBC-Filiale und eine Viertelstunde spaeter stehen wir, vergeblich auf Schwierigkeiten wegen des grossen Bezugs vorbereitet, mit Haenden voll Noten, genuegend Cash fuer die Begleichung der Herfahrt, da. Grosser Abschied von den vielen freundlichen Begleitern der ersten Flusspartie, die uns so freundlich begluckert haben. Viele "boa viagem!" Sie haben sich anscheinend gefreut, dass wir etwas Abwechslung in die fuer sie sonst langweilige Flussfahrt gebracht haben.
Wir machen uns auf in die Stadt. Wie immer haben wir das selbe Problem, naemlich zu verifizieren, wann wir den kuemmerlichen Kartenausschnitt nur vom Zentrum von Manaus erreichen und uns stadteinwaerts auf der Rua Ramos Ferreira befinden. Unsere Orientierungsfahrt ist relativ kurz, denn fast zu 100% sind die Laeden und Geschaefte und sogar die kleinen Gewerbebetriebe an der Peripherie heute Sonntag, 22. Juli, geschlossen. Nicht mal die Internet-Cafés halten ihre Tueren offen. Der in der Av. Eduardo Ribero stattfindende Sonntagsmarkt, an dem vor allem Tand und Bekleidung verkauft wird, interessiert uns nicht. Unser Ziel ist vielmehr der Carrefour Supermercado, wo wir uns mit feinem frischen und knusprigen Brot eindecken koennen, bevor wir wieder stadtauswaerts rollen.
Wir sprechen am Tor vom spaeteren Ausschiffungsgelaende vor und erklaeren, dass wir nach Belém einschiffen wuerden, worauf sich die Barriere nach unserer Registrierung oeffnet und wir auf einem sicheren Platz uebernachten koennen. Diesen Standplatz benutzen wir mit demselben Spruch auch fuer die folgenden Naechte bis zu unserer wirklichen Abreise, und vom dritten Abend an kennt man uns und winkt uns einfach rein oder raus.

In der Altstadt von Manaus ist es drueckend heiss und schwuel in den Gassen, aber trotzdem wird gehandelt und ver- und gekauft. Von der Kopie von Paris' beruehmten Les Halles, dem Mercado Muicipal Adolfo Lisboa aus 1882, sehen wir nur noch die Giebel, da das ganze baufaellige Gelaende abgesperrt worden ist und auf eine Renovation wartet. Gerade daneben liegt die Anlegestelle der Fluss-Passagierboote, der Porto Manaus Moderna. Unzaehlige Boote sind daran, Passagiere und deren Gueter sowie Fressalien und Getraenke fuer die Versorgung unterwgs aufzunehmen. Es herrscht nicht nur auf den Stegen ein Riesentrubel, viel groesser ist der Andrang auf den einzelnen Decks. Da nur ein paar wenige Kabinen, wenn ueberhaupt, vorhanden sind, reist man hier fluss-auf- und ab-waerts in Haengematten, von denen Unmengen mangels Raum dicht gedraengt und kreuz und quer zwischen den Stuetzpfosten aufgespannt sind. Da lob ich mir unseren Komfort und privaten Bereich im Camper auf einer Flussplattform!
Ein Zeichen der einst opulenten Zeiten waehrend des Gummi-Booms von Manaus ist das beruehmte Opernhaus, Teatro Amazonas, welches 1896 eroeffnet wurde. Eine fliessend englisch sprechende junge Dame fuehrt uns durch die herrlichen Raeume und erlaeutert die kuenstlerischen Details im eigentlichen Theater mit seinen verschiedenen Logen wie auch in den Nebenraeumen, die zu andern gesellschaftlichen Anlaessen wie Baellen und Empfaenge dienten. Nicht nur die Kuenstler sondern praktisch alle Materialien wurden seinerzeit aus Europa eingefuehrt: Marmor und Glas aus Italien, Gitter und Gelaender aus schottischen Giessereien. Kombiniert mit verschiedenen brasilianischen Hoelzern (selbst von denen wurden einige Partien zum Schnitzen nach Uebersee gebracht) wurde von den Architekten aus Lissabon ein herrliches neoklassisches Gebaeude geschaffen, dass inzwischen bereits vier Renovationen hinter sich hat. Ganz im Sinne der Gummibarone wurde die Strasse um die Oper herum mit Kautschuk belegt, wovon noch immer Teilstuecke zu sehen sind, damit Spaetankoemmlinge mit ihren Kutschengeraeuschen nicht bereits begonnene Vorstellung stoeren wuerden.
Das moderne Manaus finden wir denn nun heute in den noerdlicheren Stadtteilen entlang der Durchgangsstrasse zum Flughafen. Verschiedene grosse Einkaufszentren mit Supermercados wie Carrefour, DB und alle Arten von modernen Geschaeften locken zum Geldausgeben. Wir allerdings suchen uns den Weg hinaus zum 13 km nordwestlich der Stadt gelegenen Praia Ponte de Negra hinaus. In modernen Hochhaeusern wohnt hier die vermoegendere Schicht mit Sicht auf den Fluss, der Zugang zu diesen Wohnanlagen, meist mit Swimming Pool und Tennisplatz, nur auf Bewohner beschraenkt. Zu dieser Jahreszeit sieht man beim hohen Wasserstand des Amazonas nichts von seinen angeblich attraktiven Sandstraenden, wohin sich die Einheimischen vor allem am Wochenende vor der staedtischen Hitze fluechten sollen. Mehr zufaellig stossen wir bei unsern Erkundungen auch auf die in Reiseberichten erwaehnten, als fuer Camper geeigneten Standplatz, die Praia Dourada. Abgsehen davon, dass auch hier der Badestrand ein Opfer der derzeitigen Fluten ist, praesentiert sich die Anlage als komplett heruntergekommen. Wir kroenen den Ausflug dahin mit einem Stop am Swimming Pool des als bestes Haus am Platz bekannten Tropical Hotel.

Nachdem wir in einer Borracharia unsern immer noch leckenden vorderen rechten Schlauch nochmals geflickt worden ist, finden wir ueberraschend ganz in Naehe des Einreise-Hafens eine Garage, die auch hohe Fahrzeuge mit Hochdruck waescht, so dass wir auf der Weiterfahrt nicht wieder staendig um unser verschmutztes Fahrzeug herum uns druecken muessen. Am selben Ort koennen wir Frischwasser auffuellen. Unsere Schmutzwaesche haben wir einer Lavanderia anvertraut - hier ein etwas koestlicherer Vorgang, da nicht mehr per Kilo sondern pro Stueck abgerechnet wird. Carrefour fuellt uns den Kuehlschrank, worauf wir vollstaendig autark fuer die naechsten Tage zum Verladepunkt zurueckkehren.
Einmal mehr hatten wir im Selva Internet Café in der R. Joaquim Sarmente die einschlaegigen Homepages durchforstet. In der Aircondition und der Ablenkung durch die verschiedenen Mails laesst es sich gut leben. Dafuer schlaegt es einem jeweils fast um, wenn wir den Raum verlassen und erst noch in den aufgewaermten Camper steigen muessen. Es scheint auch hier auf dem Amazonas nur einen Anbieter, naemlich den, welchen wir bereits kennen, und keine Konkurrenz dazu zu geben, der uns und vor allem unsern Camper nach Belém schaukeln koennte. Heute Mittwoch, 25.7., kaufen wir im Buero von Oliveira direkt am Embarcadero die Passage fuer den Ponton, der abends ablegt. Waehrend die Fracht weniger kostet, ist dafuer ist die Ein-Ausschiffung doppelt so teuer. Insgesamt kommen wir mit R. 1'919.- etwas guenstiger.

Es sammeln sich immer mehr Fahrzeuge und Anhaenger an, da fast allabendlich erst die Plattforms nach Belém, danach diejenigen nach Porto Velho beladen werden. Da wir nicht sicher sind, ob ebenfalls wieder zwei Pontons zusammengehaengt werden, vertauschen wir unsern schattigen Standplatz beim Einnachten an eine strategisch bessere Stelle, damit wir ja nicht uebersehen werden. Da drueckt man uns ein Formular zum Unterschreiben in die Haende, dessen schlechte englische Version ich noch weniger verstehen kann als die portugiesische. Nachfragen ergeben, dass die Gesellschaft eigentlich ausser dem Chauffeur keine zusaetzlichen Passagiere transportieren darf und sich mit unserer Unterschrift absichert resp. eine eventuelle von Kontrollbehoerden verfuegte Busse auf uns abwaelzen wird.
Eine riesige Plattform fuer Belém mit 8 Reihen von Aufliegern mit nur wenigen Zentimetern breiten Spalten inzwischen bis auf 4-5 Plaetze voll, rollen wir dann zur Rampe runter. Hier stossen wir auf einen freundlichen Lademeister, der uns erklaert, dass noch eine 2. Plattform beladen wuerde und wir da, um in Genuss von Fahrtwind zu kommen, am Schluss zuvorderst aufgeladen wuerden - Musik in unsern Ohren und alles, was wir beabsichtigten. Wir beobachten das Ladepersonal, wie es gekonnt auch den zweiten Ponton fuellt. Gegen 1.30h werden auch wir eingewiesen und koennen uns danach beruhigt ins Bett verziehen. Irgendwann in der Nachtwerden wieder 2 oder 3 Vehikel ausgeladen und an deren Stelle andere an Bord gefahren, doch davon bekomme ich trotz des Laerms nichts mehr mit.
Ich habe den Wecker gestellt und erwache am Donnerstag-Morgen nach kurzem, aber intensivem Schlaf bei leuchtend rotem Morgenhimmel ueber dem Rio Amazonas. Nach ueber 1'500km auf dem Rio Madeira trennt uns in etwa dieselbe Distanz von der Einmuendung des Flusses in den Atlantik. Wir befinden uns in voller Fahrt mit einem Schnitt von ueber 22 km/h, um einiges schneller unterwegs als die letzte Faehre. Eine Stunde spaeter dann ist es taghell geworden. Auch hier sitzen ueberall die Chauffeure auf ihren kleinen Holz-Klappstuehlen unter den Aufliegern und LKWs und unterhalten sich. Fuer uns ist es nur ein undefinierbares, unverstaendliches Geschnatter gemischt mit vielen Nasallauten. Auch mit Italienisch-, Franzoesisch- und einigen Spanisch-Sprachkenntnissen ist es mir nicht moeglich, irgend etwas von ihrer Konversation zu verstehen. Generell verhalten sie sich die Maenner auf dieser Etappe viel reservierter und suchen kaum je Kontakt mit uns. Der Tagesplan stimmt mit unseren bisherigen Erfahrungen ueberein. Zweimal am Tage, morgens vor 11.ooh und nachmittags gegen 16.30h ertoent wiederum die Trillerpfeife - eine warme Mahlzeit, im Fahrpreis mitinbegriffen, ist angerichtet. Deren Qualitaet ist hier besser, wie auch das ganze Schiff sauberer, die Toiletten und Duschen auf dem Pushboot reinlicher sind.

Nach einem einstuendigen Halt in Obidos, wo der Kaepitaen eine Fiskal-Kontrolle aufsuchen muss, bevor er den Bundesstaat Amazonas mit dem von Pará vertauscht, kommen wir im Laufe des Tages vor der 200'000-Einwohner-Stadt Santarém an der Einmuendung des Rio Tapajos vorbei. Aber einmal mehr gelingt es uns nicht, dessen klareres, rot-schwarzes Wasser, das sich erst nach einigen Kilometern endgueltig vermischen soll, vom trueb-braunen des Rio Amazonas zu unterscheiden. Wir fahren auf einem immens breiten Flussstueck. Sporadisch kreuzen wir entgegenkommende Frachter oder Lastenzuegen wie wird.
Am Samstag laesst die Temperatur nach, ebenso der Sonnenschein. Fast den ganzen Tag bleibt der Himmel mehr oder weniger bewoelkt. Wir fahren durch ein schmaeleres Nebenstueck, um in den Rio Pará zu gelanden. Waehrend wir am fruehen Abend uns den Bords-Znacht schmecken lassen - heute gibt's sogar Braten - entwickeln sich die schon laenger drohenden Wolken ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt zu einem kleinen Sturm. Der Chauffeur eines benachbarten Trucks kommt angespurtet und deutet uns mit Zeichen, dass mit unserem Auto etwas nicht in Ordnung sei. Den Stoff der nur teilweise ausgedrehten Sonnenstore hat es kurzerhand aufs Dach gestuelpt, kein Schaden entstanden. Aber das linke Seitenfenster ist durch eine Windboe ausgehaengt und fortgeweht worden. Die Umstehenden waren so clever und haben fuer uns die Bruchstuecke eingesammelt. Gluecklicherweise alle noch vorhanden, kann Fredy die ganze Chose erst behelfsmaessig mit einem Textilklebband, um wenigstens beim laenger anhaltenden Regen die Oeffnung schliessen, und am Tag bei eitel Sonnenschein danach endgueltig mit Araldit zusammenfuegen.
Am 29. Juli naehert sich unser Zug bei dramatisch bewoelktem Himmel dem Ziel. Ich habe die Erlaubnis erhalten, von der Bruecke runter zu fotographieren und halte die aus Distanz die vielversprechende Skyline von Belém fest. Um 15.15 h legen wir an der Entladestation an, bleiben allerdings mangels Ueberbrueckungsrampe in kurzer Distanz zum Ufer bei Ebbe liegen. Einige Stunden und ein heftiges Gewitter spaeter hat sich der Ponton durch die Flut soweit gehoben, dass ans Ausladen gedacht wird. Als erstes Fahrzeug werden wir ans Festland gewinkt, fahren aber nur wenige Meter weit, da wir im geschuetzten Hafengelaende stehen bleiben und uebernachten wollen.

Bei Bezahlung der Passage haben wir schon in Manaus den Passierschein erhalten, so dass sich am naechsten Morgen nach dem Fruehstueck fuer uns ohne weitere Formalitaeten die Schranke oeffnet. Am Flussufer liegen unzaehlige Industriehallen und Entladestationen von Firmen, deren Werkhallen aber in der Mehrheit vom Klima recht mitgenommen aussehend. Die Wohnviertel auf der gegenueberliegenden Strassenseite scheinen auch nicht zu den feinsten zu gehoeren. Ueberall haengen Leute rum. Auffallend viele schwangere Frauen begegnen uns. Am Valde Caes Flughafen und verschiedenen Militaerischen Zonen vorbei naehern wir uns der 1,4 Mio. Stadt. Wieder dauert es seine Zeit, bis ich mich orientieren kann. Wir umzirkeln das als Comercio bezeichnete Viertel und rollen durch die Av. Nazaré, wo wir vor der gleichnamigen Basilica sogar auf Anhieb einen Parkplatz finden. Wir suchen das Cyber Net auf - auch dies wieder ein modern eingerichtetes, da gleichzeitig auch Computer-Lehrgaenge angeboten werden, vielfach abgesichertes Internet Café.

Die Strasse sind fast ausnahmslos Einbahnstrassen in abwechselnder Richtung, so dass es komplizierter wird, am Iguatemi Shopping Center vorbei zu kommen, das wir als eventuellen Uebernachtungsplatz ins Auge gefasst aber wegen seiner Lage mitten "im Kuchen" vergessen muessen. Wir parken unweit der Cidade Velha an der Praça Fellipe Patron. Einmal mehr geht ein Regenschauer nieder, den wir mit dem Mittagsimbiss ueberbruecken, bevor wir uns zu Fuss aufmachen und am Forte Castelo vorbei uns einige der Gassen der Altstadt ansehen. Aus der Zeit der portugiesischen Besiedelung und des Kautschuk-Boom noch vor dem ersten Weltkrieg, als Gummi 39% der brasiliansichen Exporte umfasste, stehen noch viele alte Gebaeude, aber praktisch alle in schlechtem Zustand. Selbst das Museo do Estado de Pará und die grosse Catedral da Sé sind stillgelegt, und befinden sich gemaess Beschilderung, aber ohne Anzeichen von Arbeiten, unter "Restaurado". Bereits restauriert hingegen sind drei ehemalige Gueterschuppen an der Wasserfront, die 2000 in ein Flanierzentrum Estaçao das Bocas fuer Touristen umgewandelt wurden. Einige der alten Hafenkraene stehen markant gelb gestrichen vor Hunderten von leeren Tischen und Stuehlen von Dutzenden von Restaurants - praktisch alle ohne Kundschaft.
Wir haben uns schon im Laufe des Tages Gedanken ueber einen moeglichen Uebernachtungsplatz gemacht. Eigentlich wollten wir bei der Feuerwehr an der Av. Portugal nachfragen, aber als wir am Abend da anrollen, sind die Gittertore zu und auf Anhieb niemand zu finden, den man ohne grosse Umstatende um Erlaubnis fragen koennte. Also rollen wir nur einen Strassenzug weiter und postieren uns bei der Praça Felipe Patron direkt vor der Praefektur, die im Palaçio A. Lemos unterbracht ist und aufgrund ihrer Bedeutung auch nachtsueber bewacht ist. Kaum abgestellt, fragt schon der Verantwortliche bei uns nach und gestattet uns als Touristen, auf dem sich leerenden Amtsparkplatz stehen zu bleiben, bitte uns aber, den Camper vom maroden, mosaikartigen Gehsteig runterrollen zu lassen.

Schon vor dem Fruehstueck sind wir unterwegs, um neben Praça de Relogio dem zu beobachten, wie die aus der Baja de Guajará zurueckgekehrten Fischerboote ihren Fang entladen und gerade am Quai an Grosshaender mit Grosshaendler um den Erloes verhandeln oder an Privatkundschaft verkaufen. Bis wir noch durch den Mercado Ver-o-Peso und eine nahe Foto-Ausstellung ueber Indianer des Amazonas-Gebietes gestreift sind, ist der ganze Spuk samt Fischgeruch schon vorbei und die Gehsteige sauber abgespritzt. Verschwunden sind die meist dunkelhaeutigen Fischer, ihre Gehilfen wie auch die Haendler mit ihren Standwaagen.
Nach dem Brunch dislozieren wir noch zur Praça Republica, die allerdings nichts Spezielles ist. Die Pavillons der Parks sind verlottert, das Teatro da Paz aus 1869 in natura weniger imposant als auf Fotos. Es ist heiss und die ueblichen kleinen Verkaufsstaende auf den Trottoirs, die vielen Kleidergeschaefte und die Zeitschriften-Kiosk, von denen wir einige in der vergebenen Hoffnung, einen Campingguide von Brasilien zu finden, abgeklappert haben, sind uns verleidet. Wir schliessen deshalb das Kapital Belém mit Einkauf im "Lider" und auftanken ab und fahren stadtauswaerts.

 
Weitere Fotos: siehe
Galerie / Brasilien I - Nr. 0205-x0720

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